Irgendwo, irgendwann kamen ein paar finstere Gesellen nach Bernlohe, um den Kurs für ein (bitte flüstern) Motorradevent, sprich "im Kreis fahren", festzulegen.
Eine brachliegende Wiese sollte es sein. Charly der
Besitzer, durch 20 Silberlinge gefügig gemacht, stellte sogar noch sein Balkenmähwerk
aus Großvaters Zeiten zur Verfügung. Originalton Charly: "mia is des wuascht".
Der debile Oberförster und der nahewohnende zuckersüße Mesner, sein Freund,
waren sich einig, dass es sich bei dem niedergedrückten
Gras nur um einen Landeplatz von Raumschiffen handeln konnte. Um so erstaunter
war dann die Grünjacke, als am Samstag dem 09.08. ein paar Männlein mit
Trassierband kamen und einen Kurs aussteckten.
"Es gefiele ihm gar nicht."- war seine Bemerkung. Er war aber auch nicht unser Typ, ...soweit dieses Blind Date....
Zwischendurch ein kurzes Telefonat mit Uli bestätigte,
dass keiner mehr ein anderes Motorrad kaufen darf als eine KTM. Seine GAS GAS fährt
seit diesem Wochenende nur noch auf dem Hänger, weil der eingebaute Motor ab
Bogen keinen Huster mehr machte. Man möchte fast vermuten, dass Sabotage in
Fremdwerken durch Kinigardners Recken die Markentreue beeinflusst.
Was soll´s, sein Startgeld hatten wir ja schon!
Somit stellten sich noch zwanzig Fahrer, inklusiv einer
Frau und einem 11jährigen mit Kleinrad, dem technisch eher einfachen aber
keineswegs langweiligen Kurs. Sogar Stammtisch-Leichen konnten sich zu einer
Teilnahme aufraffen. (Dua a Numma her!)
Zahlreiche Kurven lagen da, dazu gesellte sich noch ein LKW Reifen, den es zu überfahren
galt. Leider gibt es aber immer noch kein Hindernis, bei dem nicht der Brezenbäcker
einfach dran vorbeifährt. Toll, und wir schleppen das blöde Ding auch noch in
die Wiese-.
Ein paar besonders Schnellen noch ein Handicap aufgebrummt,
jeder einen Stiefel ausziehen....auf die Plätze, fertig.... Otto der
Racegreis schwenkt die Startflagge. Das machte er natürlich mit Zähneknirschen,
welches man noch in Plattling hörte. Wäre er doch zu gerne mitgefahren, doch
der Knieteufel verpasste ihm eine Zwangspause.
Während sich bei 40 Grad die Wahnsinnigen für eine Stunde über den
sonnengefluteten Naturrasen quälen steigt eine Staubwolke auf, dass man die
Hand nicht mehr vor Augen sieht. Was heißt hier Hand; - wäre einer zu Sturz
gekommen, 19 andere hätten ihn plattgewalzt.
Schrecki auf neuem Untersatz erkennt an der Startgeraden,
dass sein Schlampenpassat gerade eine neue Farbgebung erhält. Aber nicht nur außen,
weil Schiebedach und Fenster für eine gute Belüftung sorgen. Super Idee!
Der Walda versuchte wieder mal jeden Pfennig zu sparen. Macht man doch nicht
gleich einen Motor auf, wenn Metallstückchen im Öl zu finden sind - nein! Mit
dieser Taktik kam er genau 4 Runden weit und diskutierte anschließen mit Uli übers
Wetter.
Klarer Fall - keine KTM.
Zum Ende des Rennens hatte jeder einen Staubsaugerbeutel Dreck in den Lungen und noch mal soviel in Gesicht oder sonst wo. Aber der anschießende Umtrunk machte wenigstens den Suppenschlauch wieder durchlässig.
Otto der Knirschende winke den Haimerlbäcker zum Sieger
des Rennens ab, aber Gewinner waren eigentlich wirklich alle, die diese
Hitzeschlacht eine Stunde durchstanden. Respekt!
Zuschauer wie Akteure waren zufrieden, nicht zuletzt, weil sich niemand wirklich
verletzte.
Dass nach der Zielflagge bei einer Brotzeit, sowie Kaffee und Kuchen jeder das Rennen noch einmal verbal durchfuhr und jede Kurve erklärte, versteht sich von selbst.
Man war sich sicher, beim nächsten mal den anderen zu packen. Nur der Brezenbäcker nicht - dem sein größter Gegner ist nämlich das Trassierband.
In diesem Sinne seid gespannt, wenn es wieder heißt:
Der Stammtisch läd ein....
Schaut euch noch die Ergebnisliste sowie unsere Sponsoren an, welche wirklich super Sachen für die Siegerehrung springen ließen - Danke!
Fa. Lang Tankreinigung, Geiselhöring
Stammtischlokal: Hotel Röhrlbräu, Straubing
Endurostammtisch Straubing
|
Platzierung | Name | Runden |
| 1 | Haimerl Stefan (Wos für a bandl?) | 28 |
| 2 |
Frankl Christian (Wieso muss i mit Helm fahrn?) | 28 |
| 3 | Hänsel Christian (Yamzuki-gelb/blau!) | 27 |
| 4 | Urbanek Dennis (Bonebreaker SX) | 26 |
| 5 | Sperl Werner (Griag i a Klarlackspray?) | 26 |
| 6 | Berger Wolfgang (Es gibt immer was zu tun...) | 26 |
| 7 | Lehner Roland (I kimm ned, mei Moped is hi, oder doch ned, Späßle gmacht) | 26 |
| 8 | Petzenhauser Claus | 26 |
| 9 | Schwanzer Mane (Steckerl-Spender) | 25 |
| 10 | Latussek Jürgen (Muss i oiwei üba den Reifn fahrn?) | 25 |
| 11 | Baumann Alex | 24 |
| 12 | Neuwirth Wolfgang (Scheiße, mei Kistn steigt ned gscheid´) | 24 |
| 13 | Todt Gert (Dua´ a Numma her!) | 23 |
| 14 |
Schreckenast Richard (Wann geht des los?) |
22 |
| 15 | Stautner Günther (I hob doch oiwei koa Zeid!) | 21 |
| 16 | Baumann Julia (A mäderl !!) | 19 |
| 17 | Kurzinger Franz | 10 |
| 18 | Paintinger Gerhard (Scheiß Lenkerbruch!) | 7 |
| 19 | Friedrich Dennis (11 Jahre alt), Bub vom "Rutz amoi" | 4 |
| 20 | Grafen Walda (Host amoi an Schraumziaga?) | 3 |
Vom Rennen wurden ca. 60 Fotos gemacht. Alle Teilnehmer können eine CD mit den Bildern erhalten für ein Weißbier.
Von links nach rechts: Bild 1: Der Start war schmuck geregelt durch eine
Schikane: Jeder Fahrer musste einen Stiefel ausgezogen haben, außer den
Jugendlichen. Bild 2: Berger Wolfgang beim Donkey-Sprung über den LKW Reifen.
Bild 3: Eine fiese Kurve an der abschüssigen Wiese sorgte immer wieder für
Staus.